Überblick

Sterben im Kreislauf des Lebens — für ein Hospiz mit Modellcharakter

Die Stiftung Pompos versteht das Sterben als sinnhaften Abschluss des Lebens und plant ein Hospiz im Kanton Zürich, das diesem Verständnis gerecht wird. Durch eine bewusst gestaltete Umgebung wird das Lebensende in einen auf allen Ebenen spürbaren Kreislaufgedanken eingebettet.

Das Hospiz mit acht Patientenzimmern soll spezialisierte Palliative Care mit naturnaher und ökologischer Raumgestaltung verbinden. Architektur und Umgebung sind zentrale Bestandteile des Konzepts. Sie adressieren die physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse sterbender Menschen, ihres sozialen Umfelds und der Mitarbeitenden.

Für die Realisierung wird ein bestehendes Gebäudeensemble gesucht, dessen Lage, räumliche Struktur und bauliche Substanz sich für die Umnutzung zu einem Hospiz eignen. Die zirkuläre Transformation des Bestands bildet die architektonische und ökologische Grundlage. Dabei werden vorhandene räumliche, konstruktive und materielle Qualitäten erhalten und durch wiederverwendete, natürliche und kreislauffähige Bauteile ergänzt.

Das Modellprojekt reagiert auf veränderte gesellschaftliche Erwartungen an das Lebensende und auf die Versorgungslücke bei spezialisierten Palliative-Care-Angeboten. Es erweitert das Spektrum palliativpflegerischer Orte um eine Form, die in der Schweiz bislang einzigartig ist.

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Hospizprojekt

Vision der Stiftung Pompos

Die Vision der Stiftung Pompos ist ein aussergewöhnlicher und naturnaher Ort, der neben der pflegerischen und medizinischen Versorgung auch die physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse sterbender Menschen adressiert. Dabei kommt der Natur eine zentrale Rolle zu: Sie vermag Angst und Unruhe zu verringern, und erzeugt ein Gefühl von Frieden und Eingebundensein.

Architektur und Umgebungsgestaltung sind deshalb zentrale Bestandteile des Hospizes. Sie sollen Geborgenheit und Sicherheit vermitteln, das Sterben in einen natürlichen Zusammenhang einbetten und sich bewusst von der Funktionalität gewöhnlicher Pflegeinstitutionen unterscheiden. Das Projekt will das Sterben aus dem gesellschaftlichen Randbereich in die Mitte des Lebens holen und wie auch die Geburt als bedeutenden Übergang behandeln.

Architektur und zirkuläres Bauen im Bestand

Die architektonische Vision der Stiftung Pompos richtet sich auf die zirkuläre Transformation eines bestehenden Gebäudes. Dessen räumliche, konstruktive und materielle Qualitäten werden nach Möglichkeit erhalten und für die neue Nutzung als Hospiz weiterentwickelt. Architektur wird als sorgfältiges und ökologisches Weiterbauen am Bestand verstanden, bei dem Vorgefundenes, Wiederverwendetes und Neues präzise miteinander verbunden werden. Bestehende Bauteile werden instand gesetzt oder in neuer Funktion weiterverwendet und durch natürliche, regionale und kreislauffähige Materialien ergänzt.

So entsteht kein repräsentativer oder institutionell geprägter Bau, sondern ein Ort mit kontemplativer Ausstrahlung. Tageslicht, Ausblicke ins Grüne und klar gestaltete Übergänge zwischen Innen- und Aussenraum sollen Ruhe, Rückzug und Geborgenheit ermöglichen. Der kleine Massstab mit acht Patientenzimmern schafft überschaubare Raumfolgen, kurze Wege und einen persönlichen Charakter.

Umgebungsgestaltung

Die Umgebung des Hospizes ist ein eigenständiger Teil des Gesamtkonzepts und gleichwertig zur Architektur. Die Landschaft folgt den Prinzipien der Permakultur und zielt auf stabile, weitgehend selbstregulierende Ökosysteme mit hoher Biodiversität und vielfältigen Lebensräumen. Bauliche Elemente werden zirkulär aus Holz und Naturstein entwickelt und fügen sich in die Landschaft ein.

Die Umgebung des Hospizes wird so zum natürlichen Resonanzraum für Sterbende, Angehörige und Mitarbeitende. Sie lädt dazu ein, innerlich zur Ruhe zu kommen, schafft eine Verbindung zum Rhythmus der Jahreszeiten und macht erfahrbar, dass Wachstum und Vergänglichkeit untrennbar miteinander verbunden sind.

Energiekonzept

Das Energiekonzept folgt dem Leitgedanken einer energetischen Eigenversorgung. Photovoltaik, Batteriespeicher und eine Erdsondenanlage mit Wärmepumpe bilden ein einfaches und robustes System, das den externen Energiebedarf minimiert. Die Erdsonden dienen sowohl der Wärmeversorgung im Winter als auch der regenerativen Temperierung im Sommer und ermöglichen einen Betrieb ohne fossile Heiz- oder Kühltechnik. Ergänzt wird das Konzept durch eine lokale Wasserbewirtschaftung, Regenwasser wird gesammelt und für geeignete Nutzungen aufbereitet.

Die aktuelle erste Projektphase umfasst die Suche, Prüfung und Sicherung eines geeigneten Bestandsgebäudes sowie die Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen für dessen Umnutzung zu einem Hospiz. Im Rahmen einer Machbarkeitsprüfung werden insbesondere die baulichen Gegebenheiten, die räumliche Eignung, die planungs- und baurechtlichen Rahmenbedingungen sowie die grundsätzliche Bewilligungsfähigkeit geklärt.

Nach der Sicherung eines geeigneten Objekts und dem positiven Abschluss der Machbarkeitsprüfung folgt die zweite Projektphase. Sie umfasst die Sicherung der Gesamtfinanzierung, die Projektierung des Umbaus, das Bewilligungsverfahren und die bauliche Realisierung.

Stiftung

Stiftungsrat

Der Stiftungsrat arbeitet ehrenamtlich. Er trägt die strategische Verantwortung für die Entwicklung des Projekts und übernimmt in der aktuellen Phase die operative Geschäftsleitung.

  • Kaspar Schatzmann, Präsident
  • Sabina Conradin, Vizepräsidentin
  • Prof. Dr. med. Georg Stüssi, Präsident Krebsliga Schweiz
  • Simon Gerber, Geschäftsleitung Pflegeheim Lindenbaum, Zuzwil

Beratung Hospizentwicklung: Dieter Hermann, Geschäftsleiter Hospiz Aargau

Trägerschaft und Netzwerk

Initiantin des Projekts ist die Stiftung Pompos, die Anfang 2026 für die Umsetzung dieses Projekts gegründet wurde.

Fachpartner:innen

  • Architektur: Baubüro in situ AG und Zirkular GmbH
  • Energie: Lemon Consult AG
  • Umgebungsgestaltung: Privatgärtner GmbH
  • Wissenschaftliche Begleitung: Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung (ISOS) der FHNW

Der Name Pompos

Pompos bedeutet auf Altgriechisch die Begleiterin oder der Begleiter. Der Begriff Psychopompos wurde in der Mythologie für jene Gestalten verwendet, die die Seelen der Verstorbenen vom Bereich der Lebenden in die Unterwelt begleiteten. Sie waren Führende und Vermittler zwischen den Welten. Der bekannteste Psychopompos war Hermes, der Seelenführer.

Unterstützen

Aktuell prüft die Stiftung Pompos mögliche Standorte und Bestandsgebäude für das geplante Hospiz. Spenden in dieser Projektphase ermöglichen Vorprüfungen und Machbarkeitsstudien, mit denen geklärt wird, ob sich ein Objekt baulich, betrieblich und bewilligungsrechtlich für das Hospiz eignet. Ebenso freuen wir uns, wenn Sie unsere Vision mit guten Wünschen begleiten.

Spendenkonto

Zürcher Kantonalbank (ZKB)
IBAN: CH03 0070 0114 9053 9095 2

Die Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt und von der Steuer befreit. Spenden an die Stiftung Pompos sind steuerlich abzugsfähig.